Carsten aus NRW

Hallo,

ich bin der Carsten, von 2005-2021 Vorstandsmitglied der ACM sowie Gründungsmitglied des SCM im Jahre 2006 und Cannabispatient. Aktuell bin ich Teilnehmer der Ausbildung zum ACM zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis.
Von 2009 bis zur Einführung des „Anbauverhinderungsgesetzes“ im Jahre 2017 war ich Inhaber einer Ausnahmegenehmigung des BfArM nach Paragraph 3 Absatz 2 des BtMG zum Bezug von Cannabis, als dann mit Einführung der Verschreibungsfähigkeit von Cannabis im Jahre 2017 die Ausnahmegenehmigungen ihre Gültigkeit verloren hatten, hat mein mich bis dahin bzg der Cannabistherapie betreuender Arzt aus Angst vor Regress fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, seitdem bin ich also wieder „nicht offizieller“ Cannabispatient, und trotz intensiver Suche nach einem Arzt, der mit mir die Kostenübernahme bei der gesetzlichen Krankenkasse angehen würde, bin Ich bisher diesbezüglich bisher nicht fündig geworden. Privatrezepte sind für mich aus finanziellen Gründen ein Ding der Unmöglichkeit.
Seitdem sind wieder sämtliche Symptome, die ich Dank der Cannabisversorgung von 2009 bis 2017 wunderbar habe lindern oder gar vollkommen beseitigen können, in der gleichen Intensität wie vor der Cannabistherapie wiedergekehrt, meine Primärdiagnose lautet Syringomyelie, eine Erkrankung des Rückenmarks, deren Hauptsymptomatik sich in schmerzhaften Spastiken und weiteren neurologischen Ausfallerscheinungen äußert.
Ich freue mich auf den Erfahrungs- und Informationsaustausch mit anderen Patienten hier in diesem Forum :green_heart:

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Hallo Carsten, hast du schon einmal deinem (alten) Arzt vorgeschlagen das du den Antrag bei der Kasse selbst (auf deinen Namen) stellst? Ich denke somit hat der Arzt auch keinen Regress zu befürchten und begleitet trotzdem weiterhin die Therapie. Vielleicht wäre das auch für die Zukunft erwähnenswert für dich wenn du weiter Aufklärungsarbeit bei neuen Ärzten leistest? Du als angehender zertifizierter Berater solltest da keine Probleme damit haben. Ich habe z.B. 2017 den Antrag bei der Kasse damals auch selbst gestellt! Auch mein behandelnder Arzt verschreibt bis auf wenige Patienten leider auch nur noch an Privatzahler, da er bereits mehrere tausend Euro wegen einer fiktiven Kü. zurückzahlen musste. Ich drück dir die Daumen :smirk::+1:

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Franklin’s Beitrag möchte ich noch hinzufügen, dass es wegen der gesetzlichen Regelungen mittlerweile afaik für einen Arzt erforderlich ist vor dem Antrag ein Rezept auszustellen - damit der Patient es nicht zu Lasten der GKV einlösen kann gibt es da aber anscheinend die Möglichkeit nur einen Teil mitzunehmen. Wenn ich es richtig erinnere scheiterten an dem Punkt schon Klagen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und gute Besserung!

Hallo Carsten, willkommen hier im Forum und viel Erfolg bei Deiner Suche nach einem verschreibenden Arzt.