Flo aus Schleswig-Holstein

Moin. Ich bin der Flo, 38, und komme aus dem nördlichen Schleswig-Holstein unweit der dänischen Grenze. Ich bin seit einem Unfall 2014 Schmerzpatient, sehe derzeit aber keine Chance Cannabis auf Rezept zu bekommen, da ich nicht austherapiert bin. Aufgrund meiner persönlichen Vergangenheit lehne ich Schmerzmittel ab die auf Opiaten oder Morphinen beruhen, laut meinen Ärzten setzt eine Cannabisbehandlung diese im Vorfeld aber voraus. Daher betreibe ich Selbstmedikation, seit etwa 2018.

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Das hast Du aber den übelsten Arzt für Dich erwischt!
CANNABIS-ALS-MEDIZIN, Dr. med. Franjo Grotenhermen’s Lehre und Praxis existieren in Deutschland! ! ! BTM ist von allen Ärzten verschreibungsfähig. Und Du hast eine passende Indikation für die Medikation: Hanfblüten mit THC.
Geh zu einem anderen Arzt, sage ihm, ob und wie Hanf Dir hilft, und dann lasse Dir ein Rezept für z B. über XX g Bedrocan ausstellen!
Bete das Cannabis Rezept in Dein Leben, indem Du keinen Zweifel lässt an der Richtigkeit, ds Hanf als Medizin in Dein Leben kommt.
LG

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Vor allem muss man nicht austherapiert sein, der arzt hat (sollte) das hoheitsrecht haben.
Kleiner Tipp,
Biete den Arzt an, für 3 Monate auf privatrezept, so dass auch er eine Verbesserung sieht. Mache eine
Dokumentation :was wurde bereits genommen bzw. Unternommer .
Wie hat es geholfen bzw. NEBENWIRKUNG.
Liste alles auf unf fülle den Kostenantrag soweit es dir möglich ist selbst aus.
Denn nur was am anfang vom Antrag dabei ist, ist für die KK relevant.
So sieht auch der Arzt deinen echten willen, und nicht soviel Arbeit vor sich.

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… das werde ich mal versuchen mit meinem Hausarzt zu besprechen, danke sehr

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Hallo Flo:)
Ich habe selbst ähnliches erlebt. Ich hatte nur das Pech das Dr.Grotenhermen mit Patienten überflutet war. Also habe ich mir ca ein halbes Jahr intensiv Gedanken darüber gemacht und mich Informiert.
Die Diskussionen mit meinen Töchtern waren teils sehr heftig.
Ein guter Bekannter der selbst schwer an MS erkrankt ist hat mit zum austesten einige Gramm gegeben.
Danach kam die Odyssee einen Arzt zu finden der einen Unterstützt und auch die notwendigen Gutachten schreibt.
Der MDK hat die ganze Angelegenheit so lange abgeblockt bis meiner KK der Kragen geplatzt ist.
Da ich bei einer kleinen BKK bin gab es auch die Möglichkeit der Härtefallregel.
Mei ehemaliger Arbeitgeber hat sich großzügigerweise bereit erklärt für 1Jahr die THC-Kosten zu übernehmen. Ich konnte nach einem halben Jahr meine Humira-Injektionen auf 1x im Monat reduzieren. Die KK hat klar Komuniziert das es ihr völlig egal ist was der MDK dazu sagt.
Die bekommen 1x im Jahr eine Aufstellung wann ich genau gespritzt habe. Wenn man überlegt das 1Spritze ca. Humira ca 1000€ kostet lohnt sich das für beide. Wie sagt man so schön eine Win-Win situation.
Inzwischen wohnen wir in Heiligenhafen und ich konnte meinen Konsum von Humira noch weiter drosseln. Im Sommer spritze ich ca. alle 3-4 Monate bez.nur dann wenn ich Probleme bekomme. Im Herbst und Winter ca. alle 2 Monate.
Es ist leider immer noch so das es sehr schwer ist einen guten Doc zu finden.
Gruß Bernd

Dass man nicht austherapiert sein muss, ist ja eigentlich in Patientenkreisen bekannt, nur scheinen die KK/MDK davon nichts zu wissen (wollen).
Ich kenne das aus eigener Erfahrung mit dem MDK. Ich habe über 13 Jahre lang als Asthmapatient und Schmerzpatient (u.a.) gleichzeitig Kortison und Opiate verschrieben bekommen und mich gewundert, warum mein Asthmastatus sich ständig verschlechtert hat…bis ich darauf stieß, dass hochdosierte Opiate einen negativen Einfluss auf das Atemzentrum haben und dadurch in meinem Fall die Abhuste-Funktion stark beeinträchtigt war.
Mein Antrag auf Kostenübernahme wurde vom MDK nicht nur abgelehnt, man teilte mir auch mit, dass gegen meine Schmerzen ja noch andere Opiate und Morphine auszuprobieren wären, ich also nicht austherapiert wäre. Und dass, obwohl bekannt war, dass die Opiate (in meinem Fall Tramdol in Höchstdosierung) die Lungenfunktion beeinträchtigt hat.

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Hallo Heidi:)
Ja,Ja Der MDK ist der letzte Haufen. Aber soweit ich das zwischen den Zeilen lesen konnte,verfährt der MDK bei allen so.
Die Patienten sollen sich vollstopfen mit Opiaten und Morphinen oder wie in meinem Fall mit Humira.
Ich bin jetzt nicht was die Preise für THC auf dem laufenden aber eins ist sicher 15g Bedrocan kosten keine 1000€.
Also warum der ganze Aufstand. Man geht lieber vor Gericht anstatt den KK’s Kosten zu sparen.
Zudem sollte man auch anmerken, das Cannabis in den 18-19Jh die einzige vernünftige Medzin war.
Es gab zu dieser Zeit ca.200 verschiedene Hanfsorten und alles reine Naturmedizin.
Ich weis selber das es ohne chemisch hergestellte Medizin nicht geht aber wenn man mit ein Wenig THC genauso gut über die Runden kommt warum sollte man dann es nicht nutzen.
Ich denke inzwischen das das THC nicht verordnet werden soll,weil die Pharmariesen dann nicht mehr soviel verdienen.
Mir wurde von meinem damahligen Doc „Targin“ verschrieben. Davon gibts eine zum Früstück und eine zum Abendbrot.
Soweit so gut. Ich konnte an guten Tagen auch mal eine weglassen.
Seit einigen Jahren bekomme ich jetzt Oxycodon. Die Wirkung ist die selbe,ABER als ich versuchen wollte mal eine Abends wegzulassen kam die Entzugserscheinungen. Und warum,wil das „Targin“ einige Euro teurer sind.
Gruß Bernd
P.S. Ich muß meiner KK in diesem Fall in Schutz nehmen die haben mich die ganze Zeit unterstützt und mir sogar Ratschläge gegeben z.b. Rechtsanwalt

Ich stehe der Schulmedizin nicht ablehnend gegenüber…da wo es angebracht und notwendig ist und die Vorteile gegenüber den Nachteilen überwiegen.
Aber wenn man, wie ich (und wahrscheinlich auch viele andere Patienten hier), jahrzehntelang mit Mengen von Medikamenten vollgestopft wurde und sich von Jahr zu Jahr der Gesundheitszustand nur verschlechtert hat, dann ist es doch naheliegend auch nach anderen Wegen suchen zu dürfen, ohne dass man riskieren muss von Ärzten (latent) als alternative Spinnerin abgestempelt zu werden und Gefahr zu laufen mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.
Ich habe eine nicht allzu häufige Asthmaform, die so gut wie keine Anfälle verursacht, dafür aber mit permanent entzündeten Bronchien (bis zum Blut im Auswurf) und mit enormer Schleimproduktion in den Bronchien einhergeht. Wenn ich nicht gut abhusten kann, stauen sich die Sekrete und verhärten sich bis zu einer Silikonartigen Konsistenz. Es kommt dann zu Bronchialausgüssen, die mir nicht nur extremen Dauerhusten, bescheren, sondern mich immer wieder an den Rand des Erstickens gebracht haben. Dann werde ich immer wieder ins KH eingeliefert und die Lunge wird abgesaugt.
Da ich auch noch eine total kaputte Wirbelsäule (Skoliose, Osteoporose, Arthrose, Bandscheibenschwund) und kaputte Kniegelenke habe, hatte ich gegen die Dauerschmerzen über 13 Jahre lang hochdosierte Opiate (und Kortison) bekommen, die meinen Asthmastatus immer wieder drastisch verschärft haben, da die Opiate das Atemzentrum dämpfen und das Abhusten erschweren.
Seit etwas über einem Jahr bekomme ich nun Blüten 1:15 zum verdampfen (Selbstzahler) und konnte im Laufe der Zeit die meisten meiner Dauermedis (u.a. Kortison u. Schmerzmittel) absetzen. Mein verschreibender Arzt ist jetzt voll überzeugt, dass mir das Cannabis hilft und die KK/MDK verweigert sich im Bezug auf die Kostenübernahme, u.a. mit dem Hinweis, ich wäre nicht austherapiert. Es gäbe ja noch andere Opioide und Morphine gegen die Schmerzen und gegen das Asthma wäre ich ja mit Kortison und Bronchiodiladatoren gut eingestellt. Die haben nicht mal verstanden (verstehen wollen?), dass Opiate bei Asthma nicht nur nichts bringen, sondern kontraindiziert sind. Die Ablehnung des Kostenübernahmeantrags und die Empfehlung lautete ganz eindeutig: Zurück in den Teufelskreislauf.
Und was die Entzugserscheinungen (auch wenns „nur“ Tramadol -aber dafür sehr lange war) anbelangt, da kann ich ganze Arien singen.

Soo.

Ich war heute in Kiel im UKSH bei meinem Facharzt und habe das Thema mit ihm besprochen, er ist dem Thema gegenüber durchaus aufgeschlossen, darf es mir aber nicht verschreiben, weil die mir nur Medikamente zu meiner Grunderkrankung, nicht aber zu anderen Erkrankungen oder Nebenwirkungen der Grundmedikamente verschreiben dürfen.

Relevanter Hintergrund: Ich bin nicht nur Schmerzpatient, ich bin auch aufgrund einer Unfallfolge seit 2014 chronischer Patient in der Infektionsambulanz, wo ich seitdem Virustatika bekomme.
Der Grund weshalb ich das Thema beim Facharzt angesprochen habe ist der, dass die Nebenwirkung welche mich am meisten belastet hat seit Beginn meiner Selbstmedikation weitestgehend verschwunden ist - Schlafmangel.

Ich habe meinen Facharzt somit als eine Art Verstärkung mit ins Boot geholt. Der Facharzt will nun seinerseits dem Hausarzt eine entsprechende Behandlung per Brief empfehlen, den Termin beim Hausarzt hole ich mir morgen.

Ich berichte, wenn es Neuigkeiten gibt.

Viel Glück! Es ist immer gut, wenn es ärztliche Fürsprecher gibt. Ich hatte zwei Ärzte, die zwar nichts verschreiben wollten, die aber mit einem mir dann verschreibenden Arzt in Kommunikation traten und für mich sprachen.

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Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und freue mich für Dich, dass Du einen Arzt gefunden hast, der Cannabis offen gegenüber steht. Das spricht ja dafür, dass er sich mit der Thematik auskennt, oder zumindest befasst hat.

Hallo Flo,

ich rate Dir einfach mal einen Termin mit einem Arzt zu vereinbaren, der sich auf Cannabis spezialisiert hat und offen mit ihm über Deine Selbstmedikation zu sprechen. Lass Dich von ihm beraten, anstatt voreilige Schlüsse zu ziehen und es erst garnicht zu versuchen.

Zum Beispiel kann es sein, dass der Arzt aufgrund der schweren Nebenwirkungen und des Suchtpotenzials nachvollziehen kann, dass Du Opiate oder Morphium ablehnst und eine Cannabis Therapie befürwortet. Selbst für den Fall, dass Dir der Arzt zunächst ein Opiat verschreibt, damit Du es ausprobierst bevor er Cannabis verordnet, reicht es aus, wenn Du Deinem Arzt berichtest, dass diese Medikamente Dich im Alltag zu sehr beeinträchtigen und Cannabis Dir besser hilft im täglichen Leben klarzukommen. Arbeite mit dem Arzt zusammen und verweigere nicht gleich die Mitarbeit.

Viele Grüße Andrea

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