Vorstellung Hasemaus

Hallo, ich bin neu hier und froh ein Forum zum Thema gefunden zu haben. Ich bin seit 2016 Cannabiskonsumentin, verordnet und von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Ich habe chronische Schmerzen, schwere Migräne und, darum das Cannabis, multiple psychische Erkrankungen.
Angefangen habe ich mit Sativex Spray, das wurde mir aber schnell zu dumm, dieses ewige gesprühe, da ich eine relativ hohe Dosis brauche scheinbar. Außerdem bekam ich vom Sativex eine wunde Mundschleimhaut durch die häufige Anwendung. Danach hat mir meine Psychiaterin Dronabinol Tropfen 25mg/ml verordnet. Auch hier brauche ich relativ viel von den Tropfen, ohne eine wirklich starken Effekt zu bemerken. Ja, ok, es macht ruhiger, ist angstlösend und ich kann besser schlafen besonders einschlafen.
Meine Ärztin meinte jetzt, dass sie gerne Blüten ausprobieren möchte und denkt davon profitiere ich deutlich mehr, da da ja nun mehr verschieden Wirkstoffe enthalten sind.
Gesagt, getan, sie hat Blüten und Vaporosator verordnet. Auf deren Lieferung warte ich jetzt und bin schon relativ unruhig, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich das alles so hinbekomme. Vor allem das Inhalieren, denn ich habe in meinem Leben noch nicht geraucht. Naja, wir werden sehen, andere scheinen das ja auch zu schaffen.

Ich freue mich jedenfalls auf regen Austausch und die vielen Informationen hier.

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Hi, willkommen hier im SCM-Cannabispatienten-Forum. Wegen der Inhalation denke ich nicht, dass du dir Sorgen machen musst: Es ist ja Rauch und kein Dampf. Oft fällt die Inhalation von Dampf passionierten Rauchern eher schwer, du solltest also als erfahrene Nichtraucherin keine wirklichen Probleme erwarten. Was für ein Inhalationsgerät bekamst du denn verordnet?

Wenn du Fragen hast, ob zu der Inhalation, den Temperaturen, Sorten usw., scheu dich bitte nicht, sie hier zu stellen.

Ich wünsche dir einen guten Therapieerfolg.

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Hallo Gero,
Vielen Dank für die nette Begrüßung.
Das mi der Inhalation kann ich mir nicht wirklich vorstellen, aber ich bin sicher nicht die erste Nichtraucherin, die Cannabis inhalieren soll. Also, dann werde ich das auch irgendwie schaffen (müssen).
Ich habe den Mighty+ Medic verordnet bekommen.
Mal sehen wie das alles klappt. Sicher werde ich noch Fragen haben.

Moin,
eine weitere Anwendungsmöglichkeit neben der Inhalation von vaporisiertem Cannabis besteht in der oralen Applikation.
Backwaren z.B.
Google mal „Backen mit Hanf, pdf“, da findet sich auch ein Vorwort von Dr. Franjo Grotenhermen zum Thema.

Gruß aus Nordnordwest

Axel

Servus!
Danke für deine Idee und den Hinweis auf „Backen mit Hanf“, werde ich mir in jedem Fall mal anschauen. Allerdings ist es so, dass ich ja bisher Cannabis (Sativex, Dronabinol) zur oralen Applikation hatte. Die Wirkung insgesamt war zwar da, könnte aber noch besser sein. Daher wollte meine Ärztin auf inhalieren umstellen.

Bis bei der oralen Einnahme eine Wirkung eintritt kann es bis zu 90 Minuten dauern und es werden 90% der Wirkstoffe (ich weiß es jetzt sicher nur vom Dronabinol) schon in der Leber metabolisiert und damit sind die schon mal weg. Das ist doof und verhält sich bei Inhalation ja ganz anders. Auch die Wirkung tritt sofort ein, was günstig wäre, wenn ich Panikattacken, Angstzustände oder eine. Migräneattacke haben. Da ist es nicht toll, wenn ich 90 Minuten warten muss, bis sich vielleicht etwas bessert. Folglich greife ich dann zu Tavor oder Triptanen. Und gerade vom Tavorkonsum möchte ich weiter weg kommen.

Wie ist denn die Erfahrung mit zum Beispiel Cockies bzgl. der Wirkung und des Wirkungseintritts?
Wie dosiert man hier die Cannabismenge? Es ist vermutlich meiner Ärztin schwer vermittelbar, wenn ich eine höheren Verbrauch habe, weil ich lieber Kekse backe als zu rauchen :wink:

Grüße
Hasemaus

Ahoi,
je nach Magen-Inhalt dauert das Anfluten der Cannabinoide 20 - 60 Minuten. Wirksam sind lt. Backen mit Hanf bereits Mengen von 0,25 bis 0,3 g, insofern muss aber wie beim Rauchen/Verdampfen eine Idealdosierung durch kleine Dosissteigerungsschritte („Start low and go slow“) herausgefunden werden. Vielleicht ist oraler Konsum eine sinnvolle Ergänzung zum Vaporisieren und kann ggf. vorbeugend eingesetzt werden.

Gruß
Axel

Hallo,
mich plagt die Migräne ebenfalls häufig.
Tagsüber greife ich auf verdampftes Blütenmaterial zurück, das ich oral einnehme. Es ist schon aktiviert und ohnehin ein Nebenprodukt. Mir reichen davon 0,2g morgens.
LG

Danke euch Zwei!

@moepens , meinst du mit verdampftem Blütenmaterial das, was nach der Inhalation übrig bleibt? Das kann man noch verwenden?

@Axel Das werde ich in jedem Fall mal ausprobieren. Versuch macht Kluch :slightly_smiling_face:

@Hasemaus Ja, genau. Das Material ist im Prinzip aktiviert und es bleibt nicht wenig zurück.

Grüß Dich, Hasemaus. Meine Geschichte ist zu lang, Migräneerfahrung habe ich reichlich. Tavor kann auch hier zum Problem werden…(so bei mir). Melatonin ist m.M. nach evtl. einen Versuch wert. Die Vapo-Temperatur kannst Du anfangs so runterregulieren, daß es sich wie pafümierte Luft anfühlt… Alles Gute Dir!

Hallo Dolphin35,
danke für deinen Beitrag und die guten Wünsche!
Heute sind Blüten und Mighty+ angekommen, hängt gerade am Ladegerät.
Das Tavor nehme ich wegen meiner psychischen Erkrankungen, so wenig wie möglich, was nicht immer einfach ist. Das Cannabis ersetzt dieses dann ja hoffentlich vollständig.
Wir werden sehen. :slightly_smiling_face:

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