Vorstellung Timo aus Bayern

Hallo liebe Community!

Ich bin seit 5 Jahren Cannabispatient und habe dadurch eine Regulierung meiner Schmerzen von circa 80%.

Meine Geschichte:

Mit einem Alter von 12 Jahren hatte ich einen schweren Unfall.
In einer älteren Turnhalle aus einem DDR Bau - große Steintreppen - war ein Fußballtor ungesichert gestanden. Freunde hatten an diesen besagten Tor Klimzüge trainiert. Beim hinaufgehen der Steintreppe zum Fussbaltor fiel dieses um & landete auf meinem Frontalen Kopf.
Ich fiel bewusstlos die besagte Treppe herunter.
Durch den starken Aufprall direkt auf die Schädelbasisdecke war eine Überlebenschance von 10% gegeben.
Wie durch ein Wunder hatte ich jedoch keine ersichtlichen Schäden davon getragen.
Nur wenige Wochen später finden extreme Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Lärmempfindlichkeit uvm. an aufzutreten.

Die Folge waren mehrere Monate Krankschreibungen, tägliche Arztbesuche, Tests, MRTs, Kernspin‘s, Schwindelambanz, Migräneambanz. Alle wollten ihre Tests machen.

Am Ende war die Diagnose „chronische Migräne“ mit einer Häufigkeit von 28 Tagen im Monat.
Zu diesem Zeitpunkt war ich schwerst eingeschränkt ein normales Leben zu führen.

Dazu wurden verschiedenste Medikamente probiert - von Anti Depressiva, Opiaden, IbuProfen600mg tägliche Dosen & co. hinzu Topiramat - alles was dem Schulmediziner einfiel wurde erprobt.
Leider war keine Therapie erfolgreich, wodurch meine Einschränkung wie ein normaler Mensch am Leben teilzunehmen nicht wiederhergestellt wurde.
Als ich dann im Alter von 17 Jahren bei einem Freund in den Niederlanden Cannabis erprobte - eigentlich als Spaß - war ich den Tag schmerzfrei.
Kein Schwindel. Kein Kopfschmerz. Nichts.

Zu erst dachte ich, das ist nur Einbildung.

Nach mehreren Monaten habe ich dann Das erste mal selber Cannabis konsumiert, und die aktivie Migräne verschwand wie durch einen Nebel.
Ich merkte immernoch einen Druck an der Stelle des Schmerz, jedoch war dieses nun ertragbar.

Als ich dann 18 Jahre wurde, begann ich viele Forschungen darüber zu lesen.
Zu diesem Zeitpunkt war Cannabis als Medikament in Deutschland nicht zugelassen.
Man benötigte eine Sondererlaubnis der BfArM, welche ein 18 Jähriger niemals erlangen würde…

Also versuchte ich mehr als zwei Jahre lang einen Arzt zu finden, welcher meiner Geschichte neutral zuhört, und nicht nach dem Wort „Cannabis“ wieder mit Ibuprofen anfängt.
Inzwischen hatte ich übrigens durch die verschriebenen Medikamente eine Magenentzündung & kleine Bildungen erlitten, welche durch eine minimalen Eingriff gelöst werden konnte.

Nach den vielen Erschütterungen habe ich einen Arzt gefunden, welcher mir damals Bedrocan Blüten auf Rezept verschieben hat.
Damals gab es eigentlich keine vorrätig, wodurch man gezwungen war Bedrocan zu verwenden.
Die Wartezeit waren 3 Monate.

Leider ist der Arzt nach wenigen Monaten in den Ruhestand gegangen, und die Suche wurde fortgesetzt.
Ein halbes Jahr später wurde ich dann wieder eines Arztes fündig, welcher meine Therapie fortsetzen wollte.

Seitdem ist meine monatliche Migräne unter Einnahme von Cannabis von 28 Tagen runter auf 3-6 Tagen gesunken.
Solch eine Verbesserung war für mich weltbewegend - ich konnte auf einmal am Leben teilnehmen, ohne täglich das Bett grüßen zu müssen.

Da Cannabisblüten aber leider sehr teuer sind, und ich alle Privat zahlen muss, habe ich eine Kostenübeenahme mit meinem Arzt bei der Techniker Krankenkasse ersucht.
Selbstverständlich wurde diese abgelehnt, genauso wie der Versuch des Einspruches.
Also ging ich vor das Sozialgericht, der Fall wurde erst 1 3/4 Jahre später verhandelt.
Wieder erfolglos, da sich die TK auf eine Behandlungsmöglichkeit mit Botox beruft.

Einem so jungen Menschen 28-31 Botox-Injektionen jede 2 Monate zu geben, ihn wieder aus dem Leben zu reißen, und das wegen Kosten?
Dazu sagte ich nein - und sage immernoch Nein!
Ich werde mir kein Nervengift ins Gesicht, Nacken, Kopf & Schulter injezieren lassen, damit alle Muskeln gelähmt werden?!
Und deswegen muss ich bis heute alle Cannabisblüten selbst zahlen.

Das ist kurz gefasst meine Geschichte.
Es freut mich, eine Community mit Gleichgesinnten gefunden zu haben.
Vielleicht verbessert sich ja die Situation des ein oder anderen hier & wir können uns gegenseitig helfen.

Ich verwende aktuell die Blüten von CannaMedical (Indica Forte - El Jefe).
Leider wirken bei mir nur THC-starke sowie Terpen-reiche Strains.

Herzlichste Grüße aus Bayern,

T.

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